21. Feb. 2019

1966: Der Verein verliert seinen Vorstand
Die I. Herren nach dem Eröffnungsspiel
Die I. Herren nach dem Eröffnungsspiel auf dem neuen Sportplatz. v.l.n.r.: Ladwig, de Wall, Zielhardt, H. Janssen, G. Janssen, Esser, Weichers, Saathoff, Röben, Harms, Parakenings.

Obwohl die Wallinghausener sich für das Spieljahr 1966/67 sehr viel vorgenommen hatten - immerhin sollte mit Beginn der neuen Spielserie auf dem nunmehr fertiggestellten neuen Sportplatz gespielt werden - traf den Verein eine neue Hiobsbotschaft. Der bisherige 1. Vorsitzende Otto Fitzner konnte aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nicht mehr ausüben. Da ein Jahr vorher auch schon Herbert Knack den Verein aus familiären Gründen verlassen hatte, standen die Sportler in Wallinghausen plözlich ohne Führung da. Wie schwer die Krankheit Otto Fitzners wirklich war, konnte zu diesem Zeitpunkt in Wallinghausen keiner wissen. Auf alle Fälle lag Onkel Otto, wie er von vielen Sportlern auch heute noch liebevoll genannt wird, mehrere Monate schwer krank im Krankenhaus.

Heinz Lotz, Jugendleiter u. Vorstandsmitglied
Heinz Lotz, Jugendleiter u. Vorstandsmitglied

Kommissarisch geleitet wurde der Verein bis zu den Neuwahlen im März 1967 von Heinz Lotz, der 1965 von Schirum nach Wallinghausen gezogen war und sich sofort der Jugendarbeit widmete. Otto Fitzner, der sich für den Sportplatz in Wallinghausen so stark gemacht hatte, verließ zwar Monate nach seiner schweren Krankheit wieder das Krankenhaus, das Eröffnungsspiel auf dem neuen Sportplatz in Wallinghausen konnte er jedoch nicht miterleben.


1967 Meisterschaft und Aufstieg der A-Jugend in die Bezirksklasse

Der 1965 zum Verein gestoßene Heinz Lotz hatte in den folgenden zwei Jahren die Jugendarbeit stark aktiviert und besaß im Spieljahr 1967 eine hervorragende A-Jugendmannschaft. Unterstützt vom damaligen Gastwirt und späteren Vereinswirt Johann Dieling, der 1966 die alte Tanzgaststätte Löning übernommen hatte, gelang es ihm mit der A-Jugend Meister der A-Jugend-Leistungsklasse zu werden. Wie stark die damalige Jugend wirklich war bewies sie dann in den Aufstiegsspielen zur Jugend-Bezirksklasse. Mit nur einem Unentschieden wurde der Aufstieg geschafft.

Die A-Jugend des SVW 1967
Die A-Jugend des SVW 1967 nach dem Gewinn der Meisterschaft. v.l.n.r.: I. Vors. Garrels, Dieling, Bild, Leifermann, W. Ladewig, Rector, Adams, H.H. Gerdes, H. Lotz, 2. Vors. P. Janssen. Kniend: V. der Wall, D. Tunder, Frerichs, Lotz, A. Janssen
Anton Böden, Jugendleiter des SVW
Anton Böden, Jugendleiter des SVW

Leider kamen aus dieser A-Jugend dann einige Spieler in die Herrenmannschaften, so dass nach einem Jahr Zugehörigkeit zur Jugend-Bezirksklasse der Abstieg nicht vermieden werden konnte. Aus gesundheitlichen Gründen musste Heinz Lotz dann etwas kürzer treten, kümmerte sich jedoch nach wie vor um die Jugendlichen. Vor allem die E- und D-Jugend wurden von ihm neu aufgebaut. Die A-Jugend war zwischenzeitlich von Anton Böden übernommen worden, der diese Aufgabe insgesamt vier Jahre ausübte. Anton Böden, der für seine Jungs durchs Feuer ging, hatte, wie Heinz Lotz, an einer schweren Kriegsverletzung zu leiden. Beide sind, bedingt durch diese Leiden, viel zu früh aus unserer Mitte gerissen worden.

Anton Garrels, I. Vorsitzender Febr. 1967 - Febr. 1968
Anton Garrels, I. Vorsitzender Febr. 1967 - Febr. 1968

Bei der im März 1967 folgenden Jahreshauptversammlung stellte sich nach dem Rücktritt von Otto Fitzner zunächst keiner der Anwesenden als Vereinsvorsitzender zur Verfügung. Doch dann fand sich mit Anton Garrelts ein Mann, der den Vereinsvorsitz für ein Jahr übernehmen wollte. Ihm zur Seite stand Peter Janssen, der zum 2. Vorsitzenden wählt wurde. Neu in den Vorstand gewählt wurde Gerd Langhoff, der dem Verein ein Jahr vorher beigetreten war und nun das Amt des Schatzmeisters inne hatte. Langhoff schaffte es zwar in kürzester Zeit, die Vereinskasse aufzufüllen, rein sportlich gesehen aber hatte der SV Wallinghausen ein schlechtes Jahr.

Nachdem alle Mannschaften in der neuen Spielserie einen guten Start hatten und dadurch in ihren Klassen gute Mittelplätze belegen konnten, kam wieder einmal während der Wintermonate ein erklärlicher Leistungsabfall, der einzig und allein darauf zurückzuführen war, dass die Mannschaften keinerlei Trainingsmöglichkeiten hatten. Dass etwas passieren musste, sahen die meisten Mitglieder ein, denn im Februar 1968 standen alle Mannschaften des SVW in ihren Klassen auf Abstiegsplätzen. Eine kurzfristig einberufene Vorstandssitzung in der Gaststätte Coldehörn, bei der insgesamt 10 Mitglieder zugegen waren, sah dann vor, einen Trainer für die Herrren und die Bezirksjugend zu finden. Vereinsmitglied Ippe Janssen holte dann mit Karl Breedveld von der Spvg Aurich einen Spieler, der sich bereiterklärte, die Mannschaft zu trainieren.

Foline und Jonny Dieling
Foline und Jonny Dieling: Vereinswirte 1966-1993

In den folgenden Monaten wurde dann im Tanzsaal der Gaststätte Dieling trainiert, da Johann Dieling seinen Saal hierfür zur Verfügung stellte. Da alle Spieler der 1. Mannschaft voll zur Sache gingen, schaffte es diese Mannschaft, in den letzten acht Spielen trotz nur zweier Heimspiele auf insgesamt 13:3 Punkte zu kommen. Somit wurde der Abstieg vermieden. Die Bezirksjugend musste zwar wieder aus der Bezirksklasse absteigen, jedoch kamen die Spieler dieser Mannschaft in die 1. Herren, die dadurch einen Verjüngungsprozess erlebte. In den Kreispokalspielen, die im Anschluss an die Punktespiele statt fanden, wurden dann  alle Erwartungen der Wallinghausener übertroffen. Nachdem ohne große Schwierigkeiten das Endspiel erreicht wurde, konnte die verstärkte III. Mannschaft der Spvg Aurich mit 2:1 geschlagen und somit die Kreispokalmeisterschaft errungen werden.

Gemütliches Beisammensein nach dem Pokalsieg
Gemütliches Beisammensein nach dem Pokalsieg

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